Falknerei

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Falknerei

Im Dorf Wolpertshausen-Cröffelbach, gelegen im beschaulichen Bühlertal nahe Schwäbisch Hall, wurde im Jahr 2008 von Herrn Roland Blum (†2019) die Bielriet Falknerei eröffnet. Die Burgruine Bielriet, von der heute nur noch wenige Überreste zu sehen sind, liegt oberhalb der Falknerei und ist deren Namensgeber.
Im Jahr 2019 übernahm Frau Ute Kugler die Falknerei.

Falknerin Ute

Ute Kugler

Ute stieß im Jahr 2016 als Unterstützung zur Bielriet Falknerei. Schnell arbeitete sie sich mit ein und übernahm die Arbeit mit den Vögeln und auch im Büro. 
Sowohl durch ihre Ausbildungen als Ersthelferin und Rettungshundeführerin, als auch durch ihre abgeschlossene  Ausbildung als Bürofachkraft und ihrer Weiterbildungen im Bereich Pädagogik, ist Ute in jeder Lebenslage innerhalb der Falknerei gewappnet.  Die Greifvögel und Eulen faszinierten sie von Anfang an und so legte sie im Jahre 2019 erfolgreich Ihre Falknerprüfung ab. In diesem Jahr wurde die Zusammenarbeit mit Roland Blum noch enger und sie übernahm die Geschäftsführung der Falknerei.  
Heute ist sie Pächterin der Falknerei und leitet diese eigenständig.  

Geschichte

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Die Falknerei ist historisch gesehen die gemeinsame Jagd von Mensch und Greifvogel.

Ihre Geschichte hat ihren Ursprung vor über 3.000 Jahren in den Steppen von Asien und Indien. In Europe fand die Kunst der Falknerei ihre Blütezeit im Mittelalter unter Friedrich II von Hohenstaufen. Friedrich dokumentierte im Jahr 1254 n. Chr. seine Beobachtungen und den Erfahrungsaustausch mit arabischen Falknern im Buch „De arte venandi cum avibus“ (Von der Kunst mit Vögeln zu jagen), welches als erstes Werk der modernen Ornithologie betrachtet werden kann.

Beizjagd

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Auch die Beizjagd wurde bereits vor Christi Geburt und wird bis heute ausgeübt. Hierbei handelt es sich um die Jagd mit einem ausgebildeten Greifvogel in seinem natürlichen Lebensraum. So kann der Fuchs beispielsweise mit einem Steinadler bejagt werden. Für die Jagd auf Hasen/Kaninchen/Fasane kommen Habicht und Bussard zum Einsatz. Enten wiederum werden vom Falken gebeizt (d.h. erbeutet). Voraussetzung ist neben dem ausgebildeten Greifvogel natürlich die bestandene Jagd- und Falknerprüfung.

Artenschutz

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Die Falkner erkannten aber schon früh die Gefährdung der Greifvogelpopulation durch das massive Eingreifen der Menschen und die Vernichtung der Biotope. Sie leisten durch ihr Fachwissen, die Zucht, sowie die Pflege verletzter Wildvögel ihren Beitrag zum Artenschutz und ermöglichen Auswilderungsprojekte bei gefährdeten Arten. Außerdem leisten Falkner Aufklärungsarbeit, um das Schutzbedürfnis der Tiere bei jung und alt ins Gedächtnis zu rufen.

Kulturgut

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Die Kunst der Falknerei wurde 2015 in die nationale Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen und genießt dadurch einen besonderen Schutzstatus.